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Leitbild der Kreisverwaltung

Leitbild und Leitbilddefinition
der Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf
-beschlossen vom Lenkungsausschuss am 21.07.1997-
 
Leitbild:
 
Die Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf entwickelt sich zu einem modernen, leistungsstarken Dienstleistungsunternehmen mit transparenter, effektiver, effizienter, kunden- und mitarbeiterorientierter sowie geschlechtergerechter Ausrichtung unter Wahrung der sozialen Verantwortung.
 
Leitbilddefinition:
 
Das Leitbild für die Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf enthält folgende sechs Leitideen:
 
Transparenz:
 
Nach den allgemeinen Reformansätzen und Reformmaßstäben bestimmt die Politik das “Was” (Vorgabe klarer Finanz- und Leistungsziele) und die Verwaltung das “Wie” (selbstständig und in der Regel ohne Detailaufsicht). Der Kreistag steht dem Verwaltungsreformprozess positiv gegenüber und will dessen Umsetzung in der Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf. Aus diesem Grunde ist er auch in die Arbeit des Lenkungsausschusses eingebunden. Darüber hinaus bedeutet Transparenz aber auch, dass das Verwaltungshandeln für die Bürgerinnen und Bürger durchschaubar und somit nachvollziehbar wird.
 
Ziel:     Der Kreistag setzt die Ziele und kontrolliert die Verwaltung auf der Grundlage von Ergebnissen. Das Verwaltungshandeln wird für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar.
 
 
Effektivität und Effizienz:
 
Die Leistungserbringung der Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf muss sich nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ausrichten. Insbesondere ist hierfür eine Definition von Produkten sowie eine darauf aufbauende Kosten- und Leistungsrechnung erforderlich. Voraussetzung für ein wirtschaftliches Handeln der Verwaltung ist, dass die Mitarbeiter/innen die Produktkosten kennen und ein Kostenbewusstsein entwickeln. Zur Realisierung dieses Ansatzes muss die Kreisverwaltung eine produktbezogene Kosten- und Leistungsrechnung einführen und auf dieser Grundlage mittelfristig Kosten und Leistungspläne in transparenter und nachvollziehbarer Form dem Kreistag vorlegen.
 
Ziel:     Orientierung und Leistungserbringung an betriebswirtschaftlichen Grundsätzen.
 
 
Bürger- und Kundenorientierung:
 
Die in der Kreisverwaltung erstellten Leistungen müssen sich am Bedarf der Bürger/innen bzw. Kunden orientieren. Dies gilt sowohl für die eigentliche Leistung als auch für den mit der Leistung verbundenen Service (z.B. Öffnungszeiten). Um zu verhindern, dass Leistungen angeboten werden, die niemand nachfragt, sind regelmäßig Kundenbefragungen durchzuführen. Dabei sollen die einzelnen Amts- bzw. Fachbereiche eruieren, welche Produkte/Leistungen in einem akzeptablen Kosten-/Nutzungsverhältnis stehen und wie die Leistungen grundsätzlich kundengerechter angeboten werden können.
 
Ziel:     Orientierung der Leistungserstellung an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger; regelmäßige Überprüfung der Leistungsangebote und deren Qualität.
 
 
Mitarbeiter/innen-Orientierung:
 
Alle Maßnahmen und Entscheidungen innerhalb des Verwaltungsreformprozesses stützen sich auf eine breite Beteiligung der Mitarbeiter/innen unter Beachtung der frauenspezifischen Interessen. Dabei erfolgt die Einbeziehung der Mitarbeiter/innen im Rahmen der Projektarbeit, Durchführung von Workshops oder Informationsveranstaltungen. Eine große Bedeutung kommt insbesondere der permanenten Information der Mitarbeiter/innen zu, die durch eine intensivierte interne Öffentlichkeitsarbeit wie z.B. durch regelmäßige Herausgabe der Mitarbeiter/innen - Zeitung sicherzustellen ist.
 
Ziel:     Schaffung der Voraussetzungen, dass sich die Mitarbeiter/innen engagiert im Sinne des Unternehmensziels einbringen und ihre Fähigkeiten und Leistungen voll entfalten können.
 
 
Geschlechtergerechtigkeit:
 
Das Handeln der Verwaltung hat Auswirkungen auf die Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten von Frauen und Männern. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt aktiv auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Frauenförderung ist integraler Bestandteil des Verwaltungsreformprozesses. Sie ist Querschnittsaufgabe. Jeder Schritt der Verwaltungsreform ist auf Geschlechtergerechtigkeit hin zu überprüfen. Jedes Fachamt ist verpflichtet, frauenfördernde Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sind sowohl den Bedarfen und Interessenlagen der Verwaltungsmitarbeiterinnen als auch den Bedarfen und Interessenlagen der Bürgerinnen Rechnung zu tragen.
 
Ziel: Frauenförderung ist integraler Bestandteil der Verwaltungsreform.
 
 
Soziale Verantwortung:
 
In der Rahmenvereinbarung zur Verwaltungsreform ist vereinbart, dass im Zusammenhang mit Umstrukturierungsmaßnahmen keine Kündigungen oder
Änderungskündigungen ausgesprochen werden. Es wird darüber hinaus zugesichert, persönliche Besitzstände hinsichtlich des Einkommens zu wahren. Soweit Arbeitsplätze im Zuge der Verwaltungsreform wegfallen, sind entsprechende Ersatzarbeitsplätze anzubieten.
 
Ziel:     Die mit dem Verwaltungsreformprozess notwendig werdenden Umstrukturierungen haben keine elementaren Nachteile für die Beschäftigten zur Folge.