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Hausschlachtungen

Bei Hausschlachtungen handelt es sich um Schlachtungen von schlachtbaren Haustieren, veranlasst durch den Schlachttierbesitzer zur Gewinnung von Fleisch und Fleischerzeugnissen zur ausschließlichen Verwendung im eigenen Haushalt.

Die Herstellung von Fleischerzeugnissen im Rahmen von Hausschlachtungen ist kein gewerbliches Tun im Sinne der EU-Hygieneverordnungen (EG) 852/2004, (EG) 853/2004 sowie der Basisverordnung (EG) 178/2002. Die Erzeugnisse gelangen nicht in den Verkehr, sondern verbleiben im privaten häuslichen Bereich mit der Folge, dass die Hygienevorschriften der genannten Verordnungen hier keine Anwendung finden.

Rechtsverbindlich vorgeschrieben sind jedoch

durch EU-Verordnung 854/2004:

- die Schlachttier- (Lebend-)untersuchung sowie Fleischuntersuchung bei allen Schlachttieren – mit Ausnahme des Geflügels,
- die Trichinenuntersuchung bei Schweinen,
- die Untersuchung von Rindern, Schafen und Ziegen auf transmissible spongiforme Enzephalopathien (BSE) nach den Vorgaben
  der Verordnung (EG) 999/2001.


durch Tierschutzschlachtverordnung vom 03.03.1997:

- § 4: Die Schlachtung ist sachkundigen Personen vorbehalten.
- § 4 a: Die Schlachtung (Tötung) darf nur nach sachgerechter Betäubung erfolgen.

durch das Tierische Nebenprodukte Beseitigungsgesetz vom 29.01.2004:

- § 3: Das Risikomaterial sowie die Schlachtabfälle sind Tierkörperbeseitigungsanstalten zur unschädlichen Beseitigung anzubieten.