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Literaturpreis der Universitätsstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf

 

13. Februar 2006

 Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Marburg und des

Landkreises Marburg-Biedenkopf

Stadt Marburg und Landkreis bringen sich stärker mit Veranstaltungen zur Literatur vor Ort ein

- Literaturpreis wird nicht mehr ausgeschrieben -

 
Marburg - In einem Gespräch der Verwaltungsspitzen von Stadt und Landkreis wurde unter anderem auch über die Zukunft des Literaturpreises der Stadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf beraten.

Auch wenn die Preisverleihung im Jahr 2005 wieder eine bessere Resonanz erzielte, bestätigte sich erneut, dass dieser Preis vor Ort und in der Region nur sehr bedingt wahrgenommen wird. Nach Abwägung des Pro und Contra, der Gegenüberstellung von Kosten, Arbeitsaufwand und Akzeptanz des Preises, sprachen sich Landrat und Oberbürgermeister einhellig dafür aus, keinen Literaturpreis mehr auszuloben.

Diese Entscheidung unterstützt auch Stadträtin und Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach. Sie und der Oberbürgermeister betonen, dass die Stadt Marburg künftig noch stärker als bisher Kinder- und Jugendliteratur fördern möchte. Das heißt: Veranstaltungen und Aktionen, die die Leselust bei Kindern und Jugendlichen wecken oder festigen, erhalten ein besonderes Gewicht.  Das 1. Literaturfest für Kinder und Jugendliche, das im Januar 2006 stattfand, ist ein Beispiel dafür. Darüber hinaus ist das Projekt "Literatur der Generationen? Trends im Erzählen seit 1990" in Planung, das vom Fachdienst Kultur am 13.-15. Oktober zusammen mit der Philipps-Universität/Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien und dem Marburger Literaturforum veranstaltet werden wird.

„Unabhängig von dieser Entscheidung bereitet der Landkreis für den 18. Juni 2006 im Schlosspark Rauischholzhausen einen Tag der Literatur (Arbeitstitel) vor, bei dem Literaturvereine und Initiativen sowie Autorinnen und Autoren die Möglichkeit haben, an unterschiedlichen Ort im Schloss und im Schlosspark Lesungen anzubieten und gleichfalls rund um das Thema `Schreiben´ zu informieren“ Autorinnen und Autoren im Landkreis Marburg-Biedenkopf inklusive der Stadt Marburg haben hier die Chance, sich in diesem malerischen Ambiente zu präsentieren“, ergänzte Landrat Fischbach. Informationen dazu befinden sich im Internet unter www.marburg-biedenkopf.de und dann unter Bildung und Kultur.

Die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf bitten um Verständnis für die Entscheidung, dass der Literaturpreis keine Fortsetzung erfahren wird.

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Antje Rávic Strubel gewinnt Marburger Literaturpreis
Regio-Preis für Jan-Dietrich Kuhl


(Pressemitteilung der Stadt Marburg)
Seit 1980 vergeben die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf im zweijährlichen Wechsel den "Literaturpreis der Universitätsstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf". Dieser versteht sich als Förderpreis für nicht etablierte deutschsprachige Autorinnen und Autoren.

Die Literaturpreis-Vergabe 2004/2005 wurde von der Universitätsstadt Marburg am Samstag/Sonntag, den 5./6. Februar 2005 mit Lesungen in der Waggonhalle und der Preisverleihung im Marburger Rathaus ausgerichtet. Bis auf den letzten Sitzplatz war die Waggonhalle besetzt, als die siebenköpfige Endauswahl aus ihren Werken vorlas und mit der Jury und dem aufmerksamen Publikum diskutierte.
Der mit 7.500 € dotierte Hauptpreis ging anschließend an Antje Rávic Strubel (Berlin, Jg. 1974) für ihr Werk "Tupolew 134". Der erstmals vergebene Regio-Preis (Dotierung 2.500 €) wurde dem Grundschullehrer Jan-Dietrich Kuhl (Gießen, Jg. 1969) für das mit seinen Schülern gemeinsam erarbeitete Kinderbuch "König Fittipaldi und das Zauberkissen" verliehen. Der Regio-Preis möchte die literarisch Tätigen in der Region Mittelhessen ermutigen.

Der Jury des Literaturpreises 2004/2005 gehörten an: Dr. Maike Albath (Literaturkritikerin/Radiomoderatorin), Dr. Urte Helduser (Institut für neuere deutsche Literatur und Medien der Philipps-Universität Marburg) und Juli Zeh (Literatin).

Insgesamt 64 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten bis zum Bewerbungsschluss (30. Juni 2004) ihre Bewerbungen eingesandt. Davon kommen sechs aus der Region Mittelhessen und damit für den neu eingerichteten Regio-Preis in Frage.


Die dreiköpfige Jury hatte am 30. August eine Endauswahl von sieben Bewerberinnen und Bewerbern für den Hauptpreis getroffen (siehe Link: Endauswahl). Diese Auswahl wurde Gegenstand eines auch für Nicht-Studierende offenen Projektseminars am Institut für Neue deutsche Literatur und Medien. Dieses Septett war am Samstag/Sonntag, den 5./6. Februar 2005 zur öffentlichen Lesung in die Marburger Waggonhalle gekommen. Am Sonntag, den 6. Februar 2005, traf die Jury endgültig ihre Entscheidung und vergab Haupt- Regio-Preis im Rathaus.