Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich

Die Veranstaltung LiteraturParcours war aus Sicht der Mitwirkenden und der Besucher eine erfolgreiche und sehr schöne Veranstaltung.

Während an den Tagen rund um den 1. Juni das Wetter schlecht war, zeigte es sich an diesem Tag von seiner besten Seite: Sonnenschein mit ein paar Sommerwölkchen. So waren die Voraussetzungen für eine gute Open-Air-Veranstaltung gegeben.

Circa 400 bis 600 Besucher fanden an diesem Tag den Weg zur Waggonhalle. Neben den Lesungen, die in den beiden Lesebühnen rege vom Publikum nachgefragt wurden, sorgten die Theatergruppe des Theater GegenStands und insbesondere das personell "verstärkte" Liedermacher-Quartett Trulleberg für eine sehr angenehme Stimmung über den ganzen Tag.

Die lockere Stimmung auf dem Gelände und bei den Lesungen kam auch beim Publikum gut an. Außerdem gab es für eine Reihe an Autoren die Möglichkeit, insgesamt über drei Stunden im Radio Unerhört Marburg lesen zu dürfen.

Die Vertreter der mitwirkenden Literaturvereine und Gruppen freuten sich über diese Mitwirkungsmöglichkeiten. Sie hatten bereits bei der Planung viel Einfluss auf die Veranstaltung nehmen können.

Auch der Landkreis als Veranstalter zeigte sich sehr zufrieden mit dem LiteraturParcours, denn ihm ging es insbesondere um die Förderung der Autorinnen und Autoren sowie der Literaturvereine und Literaturgruppen aus dem Landkreis.


 

Grußwort für die mitwirkenden Autorinnen und Autoren

von Andreas Hutt (Schreibwerkstatt Theater GegenStand)

Ein arabisches Sprichwort besagt, dass ein Buch ein Garten sei, den man in der Tasche trägt.

Wenn man Literatur – Bücher, Texte, Gedichte – als Garten betrachtet, dann sind wir, die Schriftsteller, diejenigen, die diesen Garten erschaffen haben. Und wie das bei Pflanzenliebhabern so ist, arbeiten wir oft hinter den Häusern, so, dass man von der Straße aus keinen Einblick hat, was da abseits des öffentlich Sichtbaren zum Blühen gebracht wird.


Und manchmal tut man sich schwer, Gleichgesinnte zu finden, andere Pflanzenfreunde, mit denen man zusammenarbeiten kann, sei es, weil man vielleicht neu in der Stadt ist oder weil man das Hobby gerade erst für sich entdeckt hat oder weil diejenigen, mit denen man das Hobby teilt, verstreut arbeiten und man sie nicht kennt.


Deshalb sind solche Veranstaltungen wie der LiteraturParcours notwendig. Damit man einmal sieht, was da alles erschaffen wird, welche Vielfalt im Garten der Literatur in Marburg-Biedenkopf existiert.


Auch damit diejenigen, die auf der Suche nach Kontakten sind, einen Einblick in die Literaturszene bekommen, wissen, welche Literaturgruppen es in der Region gibt und welche zu einem passen könnte. 

Was man auch nicht vergessen sollte, ist, dass der LiteraturParcours eine regionale Veranstaltung ist. Bundes- und Landesgartenschauen der Literatur gibt es genug. Fast jede größere Stadt hat ihr Literaturhaus und das ist gut so – die wollen wir Metropolen wie Berlin, Frankfurt und Hamburg gar nicht streitig machen –  aber die Tat-sache, dass Marburg keines hat, bedeutet für uns Literaturschaffende, dass wir dankbar für jede Form der Literaturförderung sind, uns über unsere regionale Gartenschau der Literatur freuen, weil damit ein Bereich literarischen Schreibens in den Mittelpunkt des Interesses gerückt wird, der häufig zu kurz kommt.


Natürlich soll so ein Tag für Sie – liebe Gäste – auch einfach unbeschwerte Unterhal-tung beinhalten. Ich hoffe, dass Sie heute viele Blumen der Literatur für sich entdecken werden und viele Eindrücke in ideeller oder materieller Form mit nach Hause nehmen, denn ein Text ist ein Garten, den man in der Tasche trägt.