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Eröffnungsrede von Landrat Robert Fischabach

15. August 18:00 Uhr

Ehemaliger Güterbahnhof in Marburg

Begrüßung und Eröffnung der Kunsttage Marburg-Biedenkopf
ganz / schön / schräg durch Landrat Robert Fischbach


Schönen Dank den Clan Pipers Frankfurt, die uns mit Dudelsack und Trommel auf die diesjährigen Kunsttage einstimmen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
besonders begrüßen möchte ich Vertreter des Kreisausschusses und des Kreistages, Vertreter der Sponsoren und Unterstützer, die Mitglieder des Organisationsteams, Künstlerinnen und Künstler mit Freunden und Verwandten, die Vertreter der Pressemedien und natürlich Sie als Besucher

Ich möchte Sie ganz herzlich als Landrat und Kulturdezernent zu den siebten Kunsttagen Marburg-Biedenkopf willkommen heißen, dessen Veranstalter der Landkreis ist.

Bei den letzten Kunsttagen im Jahr 2007 zum Motto „Rot“ stand ich auf einem kleinen roten Teppich, um Sie begrüßen zu können. Sie sehen mich jetzt hier auf einem leicht schrägen Podest stehen. Das ist etwas, was sich das Organisationsteam der diesjährigen Kunsttage hat einfallen lassen und es passt zum Motto der diesjährigen Kunsttage.

Dem Organisationsteam gilt auch mein erster Dank, denn das sind diejenigen, die sich von der Mottofindung bis zur Umsetzung um wirklich alles kümmern müssen.
Es besteht aus Cornelia Pietzsch, Ulrike Krappen, Anna Noell-Schade und Bernd Brust als Künstler aus unterschiedlichen Bereichen sowie Karin Stichnothe-Botschafter vom Fachdienst Kultur der Stadt Marburg und aus unserer Kreisverwaltung Jürgen Morneweg und Dr. Markus Morr, der verantwortlich zeichnet. Außerdem gehören Silke Achenbach und Maren Josties zum erweiterten Organisationsteam.

Das Motto ganz / schön / schräg ermöglichte es den Künstlern sich mit bis zu drei Kunstwerken zu bewerben, die dann im Original von einer Jury in Augenschein genommen wurde. An einem Samstag im Juli war fast das gesamte Erdgeschoss inklusive des Kreistagssitzungsaales von Kunstobjekten für die Jurysitzung belegt.

Die Kunstwerke sollten räumlich schräg oder inhaltlich schräg sein, das Motto ganz / schön / schräg ließ aber auch weitere Interpretationen z.B. im Sinne von „ganz schön“ zu. Es ging vor allem um die Qualität und die Originalität der Kunstwerke.

Nach den erfolgreich verlaufenden Kunsttagen 2007 haben viele gesagt, dass das nicht zu „toppen“ sei. Umso mehr freut es mich, dass wieder ein ganz besonderer Ort für die Kunsttage gefunden werden konnte. An dieser Stelle möchte ich – sicherlich auch im Namen der mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler - Jürgen Morneweg von unserem Fachdienst Presse- und Kulturarbeit einmal dafür Danke sagen, diesen hoch interessanten Ausstellungsort gefunden zu haben. Es war gar nicht so leicht, einen passenden Ort für die sehr hohe Anzahl von 83 Künstle-rinnen und Künstler zu finden. Viele zuvor angedachte Ausstellungsorte ließen sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht realisieren.

Der Kontrast von einer leer stehenden Güterabfertigung inklusive noch funktionierende Waagen zu den bunten Kunstwerken ist gewollt und kommt hier richtig gut zur Geltung.

Gleichzeitig gilt mein Dank natürlich auch Friedhelm Hinkel und Erwin Avalos, die uns diese Halle für die Dauer der Kunsttage zur Verfügung stellen. Und in diesem Zusammenhang möchte ich natürlich auch den anderen Sponsoren danken, die diese Veranstaltung unterstützen: Das sind vor allem die Sparkasse Marburg-Biedenkopf und die E.ON – Mitte, aber auch die Firma BB Baulogistik GmbH. Ohne die Unterstützung der Sponsoren hätten die Kunsttage nicht stattfinden können.

Seit vielen Jahren funktioniert auch die Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Kultur der Stadt Marburg bei den Kunsttagen wirklich optimal. Frau Stichnothe-Botschafter engagiert sich hier ganz besonders und hilft vor allem bei der Organisation und mit vielen kreativen Ideen. 29 Künstlerinnen und Künstler kommen in diesem Jahr aus der Stadt Marburg. Danke für die aktive und hilfreiche Beteiligung der Stadt Marburg.

Mein Dank gilt natürlich auch besonders den Künstlerinnen und Künstlern, die sich an den Kunsttagen in den Ferien beteiligen und die sich alle einer Jurierung ihrer Kunstwerke gestellt haben. Viele sind heute auch hier vor Ort.

Sie geehrte Damen und Herren,
wir haben darauf hingewiesen, dass jeder Besucher, der etwas Schräges trägt, auch eine Kleinigkeit bekommt. Schauen Sie sich doch jetzt bitte einmal ganz vorsichtig und unauffällig um …
… Mit etwas Glück sehen Sie Besucher, die Schräges tragen…

Lassen Sie mich zum Schluss meiner Begrüßung kommen:

Ich stehe zwar hier etwas schief, aber auch dem kann man etwas Positives abgewinnen. Dem deutscher Dichter und Dramatiker Johann Christoph Friedrich von Schiller wird folgendes Zitat zugerechnet:

„Die wahren Optimisten sind nicht davon überzeugt, dass alles gut gehen wird, aber sie sind davon überzeugt, dass nicht alles schief gehen kann. 

Die originellen Orte und Themen der Kunsttage erfordern bei allen Beteiligten immer wieder Improvisationskunst und das ein oder andere, von dem die Besucher meist gar nichts mitbekommen, funktioniert auch nicht so, wie man sich das ursprünglich vorgestellt hat. Man muss auch immer wieder kleine Zugeständnisse machen. Aber es geht – um das Zitat wieder aufzugreifen – trotz der vielen Beteiligten – letztlich kaum etwas schief. Ich denke, wir können sogar im Hinblick auf die große Bandbreite künstlerischen und kreativen Schaffens im Landkreis wirklich optimistisch sein!

Hiermit eröffne ich die Kunsttage des Landkreises Marburg-Biedenkopf 2009. Ich wünsche Ihnen allen dabei viel Vergnügen und interessante Gespräche.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!