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Pressemitteilung 58/2005 

Nichtraucherschutz führt zum Rauchverbot in den Gebäuden
der Kreisverwaltung und des Landratsamtes

Ab 1. März 2005 gilt das Rauchverbot 
 

Wie Landrat Robert Fischbach mitteilte, gibt es ab März ein generelles Rauchverbot in allen Gebäuden der Kreisverwaltung und des Landratsamtes. „Wir wissen zwar, dass es für einige Raucher nicht ganz einfach werden wird, aber wir sind vor allem dem Schutz der Nichtraucher verpflichtet. Nachdem seit Januar das generelle Rauchverbot bereits in einem Teil der Gebäude des Kreises gilt, nämlich in den Schulen des Landkreises, war es nur konsequent, gleiches auch in unseren anderen Gebäuden einzuführen“, erläuterte Landrat Fischbach.

Schon seit 2003 wird dieses Thema intensiv in der Verwaltung diskutiert. Und selbst aus den Reihen der Raucher habe es Verständnis für und sogar Zustimmung zu dieser Maßnahme gegeben; natürlich nicht von allen Rauchern.

Am 3. Oktober 2002 ist die Änderung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) zum Thema Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz in Kraft getreten. Mit der Aufnahme des Paragraphen 3 a dieses Gesetztes in der Neufassung vom 12.08.2004 besteht für den Arbeitgeber die gesetzliche Pflicht, Maßnahmen zu treffen, um die Nichtraucher am Arbeitsplatz wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch zu schützen. „Diese Neuregelung ist nach der Gesetzesbegründung so zu verstehen, dass Passivrauchen per se als gesundheitsschädlich zu bewerten ist und der Arbeitgeber dieses bei der Organisation seines Betriebes zu beachten hat. Die Arbeit ist also so zu organisieren, dass Tabakrauch die Atemluft am Arbeitsplatz nicht durchsetzt und Arbeitnehmer durch Passivrauchen in ihrer Gesundheit nicht gefährdet werden. Als wirksamste und effektivste Maßnahme hierfür sieht der Kreisausschuss die Einführung eines uneingeschränkten betrieblichen Rauchverbots, da hierdurch ein Kontakt des Nichtrauchers mit tabakhaltiger Luft von vornherein und in vollem Umfange ausgeschlossen wird“, so heißt es in der vom neuen Dienstanweisung, die ab 1. März 2005 in Kraft tritt.

Diese Dienstanweisung ist sowohl mit dem Gesamtpersonalrat der Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf wie auch dem Personalrat beim Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf als Behörde der Landesverwaltung abgestimmt. Sie gilt für alle Beschäftigten der Kreisverwaltung und der Hauptabteilungen beim Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Selbstverständlich gilt das Rauchverbot zudem für alle Besucher dieser Gebäude.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die noch rauchen, werden verschiedene Entwöhnungskurse vorgeschlagen. Wer ab März noch Rauchen will, muss dafür die jeweiligen Gebäude verlassen. Diese Zeit wird nicht als Arbeitszeit anerkannt.

„Die Gesundheit unserer Beschäftigten und auch der Besucher haben wir höher bewertet als das ebenfalls verständliche Verlangen der Raucher, am Arbeitsplatz zu rauchen. Ich hoffe, dass sich sowohl die Beschäftigten als auch die Besucher schnell an das Rauchverbot gewöhnen“, so Landrat Fischbach.