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Girls’Day 2014: Rund 950 Mädchen aus dem Landkreis nahmen teil – In der Kreisverwaltung erkundeten Mädchen technische Berufe und lernten Frauen in Führungspositionen kennen

(Pressemitteilung 112/2014 vom 27.03.2014)

Marburg-Biedenkopf – „Ich kann mir vorstellen, nach der Schule etwas mit Biologie oder Chemie zu machen“, lautet Luisas Fazit. „Der heutige Tag hat mir gezeigt, dass es viel mehr Berufe gibt, als ich vorher geahnt habe, ergänzt Elisa.“ Laut Erhebungen des Staatlichen Schulamtes haben am diesjährigen Girls’Day am Donnerstag rund 950 Mädchen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf teilgenommen. 37 davon fanden in der Kreisverwaltung einen Platz.

In der Region wurden 80 Veranstaltungen mit insgesamt 521 Plätzen angeboten. Die restlichen Praktikumsstellen suchten sich die Mädchen selber, oft im Betrieb der Eltern oder bei Bekannten. Der diesjährige einmalig vorverlegte Termin zum Quartalsende, hat dazu geführt, dass viele Unternehmen wegen einer höheren Arbeitsbelastung nicht teilnehmen konnten. Positiv ist zu verzeichnen, dass sich der Girls’Day bei der Staatsanwaltschaft Marburg mittlerweile erübrigt hat, da Frauen in diesem Berufsfeld jetzt überproportional vertreten sind.

Die Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf nahm 37 Mädchen in zehn Bereichen auf. Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern und die Frauenbeauftragte Claudia Schäfer begrüßten die Praktikantinnen. Beide gaben den Mädchen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: „Nutzt den heutigen Tag als Chance, einfach mal jenseits von den zehn beliebtesten Frauenberufen, die oft nicht so gut bezahlt sind und wenig Karrierechancen bieten, etwas ganz Neues kennenzulernen und denkt groß. Professorin, Team- oder Betriebsleiterin, Landrätin oder Pilotin – alles schöne Jobs für junge Frauen.“ Im Anschluss haben sich die Mädchen auf die Fachbereiche und Fachdienste Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, Wirtschaftsförderung, Klimaschutz, Dorf- und Regionalentwicklung, Presse- und Kulturarbeit, Informationstechnik, Gefahrenabwehr, Technisches Gebäudemanagement sowie der Breitband GmbH und Abfallwirschaft-Lahn-Fulda aufgeteilt.

Das Thema Nachhaltigkeit macht auch vor dem Girls’Day nicht Halt, so haben einige Mädchen Einblicke in die Arbeit eines modernen Biobetriebes erhalten. Beim Klimaschutz haben die Mädchen eine Exkursion zu der Biogasanlage in Großseelheim sowie zum Solaracker in Cölbe unternommen. Später hat jede von ihnen den Stromverbrauch eines veralteten Toasters gemessen und festgestellt, dass dieser für eine Scheibe Toast genauso viel Strom verbraucht, wie ein laufender PC den ganzen Tag.

Bei der Wirtschaftsförderung trafen vier Mädchen auf Frauen in Führungspositionen und wurden darin bestärkt, auf der Karriereleiter hoch hinaus zu planen.

Sechs Mädchen waren auf Entdeckungstour bei der Breitband GmbH. Bei dem ersten Etappenziel erhielten die Mädchen Einblicke in die Bauarbeiten des Ausbaugebiet 1. Der Bauleiter der Telekom stand den wissbegierigen Mädchen Rede und Antwort rund um das Thema „Versorgung mit schnellem Internet“. Die Praktikantinnen haben gemerkt, dass ein scheinbar eher uninteressantes Thema doch mehr mit ihnen zu tun hat, als geahnt. Sie wissen nun auch, wie sich das Internet über Datenautobahnen den Weg zu ihnen nach Hause, in die Laptops, Tablets oder Smartphones bahnt.

Nach einer kleinen Stärkung wurden die Mädchen bei einem Interview mit der Rechtsanwältin Yvonne Tietje motiviert, bei der Berufswahl unbedingt über den Tellerrand hinauszuschauen, ganz nach dem Motto: „Wer nicht wagt, die nicht gewinnt.“ Für Katja war das Interview mit der Rechtsanwältin besonders anregend. Sie kann sich jetzt vorstellen später einmal Richterin zu werden.

Die Mädchen, die sich auf die Wege der Abfallwirtschaft gemacht haben, fassen es gut zusammen: „Meiner Freundin würde ich in jedem Fall raten, beim nächsten Girls’Day teilzunehmen, weil es einfach jedes Jahr Spaß macht, neue Berufe zu erkunden“, berichtet Rebekka, die schon oft mit gemacht hat. Außerdem könne so jedes Mädchen herausfinden, was sie wirklich interessiert, ergänzt Tosca.

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Die Teilnehmerinnen am diesjährigen Girls'Day, die sich in der Kreisverwaltung über die vielfältigen Aufgaben des Landkreises informierten. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Die Teilnehmerinnen am diesjährigen Girls'Day, die sich in der Kreisverwaltung über die vielfältigen Aufgaben des Landkreises informierten.

Volker Michel von der EDV-Abteilung der Kreisverwaltung erläutert drei Girls'Day-Teilnehmerinnen die Technik im Sitzungssaal. (Foto: Teresa Dönges)

Volker Michel (Fachdienstleiter Informationstechnik) erläuterte Paula Böhler und Madleine Kraus (v. l. n. r.) die Technik im Sitzungssaal. Jasmin Ben Slimane - die den Tag gemeinsam mit Teresa Dönges im Fachdienst Presse- und Kulturarbeit verbrachte - hörte aufmerksam zu und befragte die Teilnehmerinnen über ihre Erlebnisse in der EDV-Abteilung.
Foto: Teresa Dönges


Aufmerksam verfolgten Teilnehmerinnen des Girls'Day, wie Breitbandkabel für schnelles Internet verlegt werden. Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf

Aufmerksam verfolgten Teilnehmerinnen des Girls'Day, wie Breitbandkabel für schnelles Internet verlegt werden.


Auf der Karriereleiter: Bei der Stabsstelle Wirtschaftsförderung erläuterten Rechtsanwältin Yvonne Tietje (links) und Dr. Frank Hüttemann, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, worauf es beim Erklimmen der Karriereleiter ankommt.  Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf

Auf der Karriereleiter: Bei der Stabsstelle Wirtschaftsförderung erläuterten Rechtsanwältin Yvonne Tietje (links) und Dr. Frank Hüttemann, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, worauf es beim Erklimmen der Karriereleiter ankommt.
 
Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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